Ghana im Aufwind: Tourismus-Boom und neue Investoren-Power

Ghana festigt seine Position als attraktives Reiseziel Westafrikas. Mit einer Rekordsumme von knapp 4,8 Milliarden US-Dollar an Einnahmen durch internationale Besucher im Jahr 2024 und über 1,2 Millionen Ankünften setzt das Land neue Maßstäbe. Doch es bleibt nicht nur beim Status quo: Massive Investitionsprogramme und prominente Köpfe aus der Reisebranche treiben die Entwicklung voran.

Dietmar Gunz und die „Temple Tree Investment Group“

Nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft der FTI Group ist der Branchen-Pionier Dietmar Gunz keineswegs im Ruhestand. Mit der von ihm mitbegründeten Temple Tree Investment Group (TTIG) konzentriert er sich nun verstärkt auf den afrikanischen Markt.

Während er zuletzt für seine Investitionen in Gambia Schlagzeilen machte, ist auch Ghana fest im Visier. Die TTIG verfolgt das Ziel, durch gezielte Infrastrukturprojekte und Hotelinvestitionen den Tourismussektor nachhaltig zu professionalisieren. Gunz nutzt dabei seine jahrzehntelange Erfahrung, um Ghana als Brückenkopf für internationales Kapital in Afrika zu etablieren.

Weitere Akteure und staatliche Initiativen

Nicht nur Einzelinvestoren wie Gunz sehen das Potenzial. Die ghanaische Regierung hat unter dem Slogan „Tourism guns for Africa’s top 3“ ein ehrgeiziges Ziel ausgerufen: 5 Milliarden US-Dollar an weiteren Investitionen innerhalb der nächsten fünf Jahre.

  • Tourvest Integrated Tourism Group: Diese südafrikanische Gruppe führt derzeit intensive Gespräche mit dem ghanaischen Tourismusministerium, um authentische, kulturell verwurzelte Gästeerlebnisse und neue Unterkünfte zu schaffen.
  • Ghana Tourism Development Company (GTDC): Mit dem neu gestarteten „Ghana Tourism Investment Platform“ bietet der Staat einen digitalen Hub an, der private Investoren direkt mit kuratierten Projekten (von Öko-Resorts bis hin zu Kulturzentren) vernetzt.
  • Internationale Geber: Auch Organisationen wie die KfW und die Initiative „Invest for Jobs“ fördern aktiv Projekte in Ghana – von Solaranlagen in der Upper West Region bis hin zur Förderung der lokalen Textilindustrie, was indirekt den Geschäftstourismus stärkt.

Warum jetzt in Ghana investieren?

Ghana punktet durch politische Stabilität und eine progressive Visapolitik (wie die „Visa on Arrival“-Regelung für die festliche Zeit im Dezember). Für Investoren bietet das Land eine wachsende Mittelschicht, eine starke Diaspora-Anbindung („Year of Return“) und eine unberührte Natur, die vor allem im Bereich nachhaltiger Tourismus enorme Renditechancen bietet.

Relevante Presseberichte und Links zum Weiterlesen:

Hier sind weitere Quellen, auf die du in deinem Beitrag verlinken kannst:




Verlust von Hühnerfarmen

Hühnerfleisch ist in Ghana sehr beliebt, nur das Hühnerfleisch kommt heute vor allem aus Europa, der USA und Brasilien. Es ist meist minderwertiges Fleisch, die Hühnerbrust wird selten exportiert und dennoch wurde damit die Geflügelindustrie in Ghana angeblich damit zerstört.

Einfach die Schuld den Europäern geben, greift wenig. Es gibt die Subventionen, so dass sich der Verkauf lohnt. Andererseits können die Länder Zölle erheben und es muss verhandelt werden, wenn ein Abkommen das verbietet. Solche Vereinbarungen können geändert werden.

Genaueres haben wir auf einen Beitrag von Fairtrade.Win charakterisiert. Die Geschichte in den Medien ist die, wir zerstören Arbeitsplätze. Doch die Wirtschaft ist verzahnt und in Wirklichkeit kann das Futter für die Hühner nicht mehr durch Ghana finanziert werden. Es ist also die Monowirtschaft, welche die Schuld tragen und Ghana ist dafür ein Paradebeispiel.

Auch sollte in zukünftige Industrien investiert werden, z.B. Vitamine für die Hühnerernährung. Das Wissen liegt bracht.
Artikel bei Fairtrade zu Hühnern in Westafrika

Wir sind nun wieder beim Tourismus angelangt. Wenn sich Menschen austauschen, kommen Ideen zur Verbesserung der jeweiligen Lebenssituation. Geld ist nur für den Anschub eine Lösung, ein Geldkreislauf im Land muss entstehen.




Geschäfte mit Afrika

Es gibt da einige Begegnungen, die sich in mich eingebrennt haben.

Komm mit zum Konzert
So bin ich mit jungen Leuten auf einem Konzert gewesen. Die hatten mich rein gelegt. Praktisch musste ich alleine die Taxifahrt bezahlen und auch der angebliche Einzeleintritt hat für alle genügt. Dennoch bin ich froh gewesen, jemanden zu haben, alleine hätte ich den Ausflug nie gemacht.

Bluffen mit gestohlenen Geld
Alle Leute, die Autos hatten, wurden von den jungen Afrikanern beim Konzert als Betrüger taxiert. Sie betrügen Leute in Europa mit Versprechen von viel Geld, damit werden sie reich. Das aber auch viel Geld von Migranten kommt, die die Familie finanzieren, wird verschwiegen.

Der Staat muss betrogen werden
Ein Afrikaner, der sehr gebildet gewesen war, wollte meine Unterstützung, um Gold zu schmuggeln. Ich habe mit ihm lange über reguläres Wirtschaften debattiert. Er hat kein Vertrauen in den Staat, dort sind die Leute nicht ehrlich. Schau mal, es gibt einen Eisenbahnminister, doch keine Eisenbahn, ein paar Planungsprojekte. Wie viele Minister haben wir, wie viele ihr. Das will ich nicht bezahlen, die klauen noch mehr als ich. Wenn sie gewählt sind, wird erstmals die Verwandtschaft versorgt.

Die Problematik mit dem Goldhandel habe ich hier nochmals notiert

Passion als Hotelier?
Ich habe in einfachen Hotels übernachtet, die hatten alle viele junge Mitarbeiter. Das meiste Geschäft wird bei Beerdigungen gemacht, da reisen die Leute und leisten sich Hotels. Es gibt oft keine sichere Stromversorgung, die Menschen sind freundlich, es ist sauber, doch die Begeisterung für die Hotelbranche habe ich wenig gespürt, das Geld alleine zählt.

Fussball, der Weg aus der Armut?
Ein junger Spieler hatte einen Vertrag mit einen Fussballclub in Australien. Ich habe mitbekommen, wie schwierig es ist, ein Visa zu bekommen. Er lebte mehr oder weniger auf der Strasse, war froh bei mir Gast zu sein und sehr hilfsbereit. Ja, Fussball, damit kann ich Geld verdienen und meinen Freunden helfen. Klar, beim Fussball lernen Menschen soziale Fähigkeiten, Durchhaltevermögen und Begeisterung. Doch es braucht vor allem jetzt Handwerker und gute Landwirte.